Mitten in Vilnius erhebt sich die Kirche St. Franziskus und St. Bernhard als Zeugnis der reichen Geschichte und der architektonischen Schönheit Litauens. Vor Ort als Vilniaus Šv. Pranciškaus Asyžiečio bažnyčia bekannt, ist dieses gotische Meisterwerk im Herzen der Altstadt gelegen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, und bildet zusammen mit der Kirche St. Anna und dem Bernhardinerkloster ein bedeutendes architektonisches Ensemble.
Die Ursprünge der Kirche St. Franziskus und St. Bernhard reichen bis ins späte 15. Jahrhundert zurück. Ursprünglich von König Kasimir IV. Jagiello gegründet, wurde die Kirche zunächst aus Holz an der Stelle eines alten heidnischen Tempels errichtet. Ein Brand im Jahr 1475 führte jedoch zu ihrem Wiederaufbau aus Ziegeln, was den Beginn ihres dauerhaften Erbes markierte. Die heute sichtbare Kirche wurde 1520 nach umfangreichen Renovierungen und Erweiterungen geweiht.
Im Laufe ihrer Geschichte hat die Kirche zahlreiche Widrigkeiten überstanden, darunter Brände und Kriege. Besonders während der russischen Invasion 1655 wurde sie schwer beschädigt, als die einfallenden Truppen viele der Mönche, die innerhalb ihrer Mauern Zuflucht gesucht hatten, massakrierten. Trotz dieser Herausforderungen wurde die Kirche über die Jahrhunderte hinweg sorgfältig restauriert, wobei ihr gotischer Charme erhalten blieb und Elemente des Barock und der Renaissance integriert wurden.
Die Kirche St. Franziskus und St. Bernhard ist ein beeindruckendes Beispiel gotischer Architektur, das sich durch seine rote Ziegelfassade und feine Details auszeichnet. Die Hauptfassade wird von zwei achteckigen Türmen eingerahmt, die einst Teil der Verteidigungsmauern von Vilnius waren und mit Schießscharten auf ihre historische Rolle in den Befestigungen der Stadt hinweisen.
Die Fassade ist mit einem großen, weißen Putzfenster und spitzbogigen Nischen geschmückt, während die Dachgiebel mit einem Fresko der Kreuzigung verziert sind, das der robusten Struktur eine künstlerische Eleganz verleiht. Die Kombination aus gotischen und barocken Elementen schafft eine einzigartige visuelle Harmonie, die Besucher in ihren Bann zieht.
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Beim Betreten der Kirche erwartet die Besucher eine geräumige Halle mit drei Schiffen und einem langen Chorraum. Das Innere ist eine Mischung aus gotischen und barocken Stilen und verfügt über elf hölzerne Altäre, die im späten Barock gefertigt wurden. Diese Altäre, mit ihrer natürlichen Holzoptik, verleihen dem Inneren der Kirche Wärme und Tiefe.
Der Hauptaltar ist besonders beeindruckend, mit seiner geschwungenen Basis und zehn Säulen, die in einem Halbkreis angeordnet sind und ein Gefühl von Erhabenheit vermitteln. Über dem Altar thront eine Holzfigur des gekreuzigten Erlösers vor einem Hintergrund aus rotem Samt, umgeben von Engelsfiguren, die Symbole der Passion Christi halten. Die Decke ist mit spätgotischen Stern- und Netzgewölben verziert, die an den Himmel erinnern.
Angrenzend an die Kirche befindet sich das Bernhardinerkloster, das viele seiner ursprünglichen architektonischen Elemente bewahrt hat. Die Nordfassade des Klosters zeichnet sich durch eine Galerie aus, die einst als Verbindungsgang zur nahegelegenen Kirche St. Anna diente. Die Klostergärten, heute Heimat der Vilnius Academy of Arts, sind weiterhin ein Ort der Kreativität und Besinnung.
Besucher der Kirche St. Franziskus und St. Bernhard sind eingeladen, die umliegenden Gärten zu erkunden, die traditionell als Bernhardinergärten bekannt sind. Diese ruhigen Gärten bieten eine friedliche Oase abseits der geschäftigen Stadt und sind ein perfekter Ort für Besinnung und Entspannung.
Die Kirche veranstaltet auch Gottesdienste in mehreren Sprachen, darunter Litauisch, Latein und Englisch, was ihren inklusiven und einladenden Geist widerspiegelt. Ob ihr an einem Gottesdienst teilnehmt oder einfach die Architektur bewundert, die Kirche bietet ein spirituelles und kulturelles Erlebnis, das seinesgleichen sucht.
Die Kirche St. Franziskus und St. Bernhard ist mehr als nur ein architektonisches Juwel; sie ist ein Symbol der Widerstandskraft und des Glaubens. Ihre Mauern haben Jahrhunderte der Geschichte miterlebt, von turbulenten Kriegszeiten bis zur friedlichen Gegenwart. Heute steht sie als Leuchtfeuer der Hoffnung und als Zeugnis des unvergänglichen Geistes von Vilnius und seiner Bewohner.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Besuch der Kirche St. Franziskus und St. Bernhard ein wesentlicher Bestandteil jeder Reise nach Vilnius ist. Ihre reiche Geschichte, atemberaubende Architektur und ruhige Umgebung machen sie zu einem Muss für alle, die sich für das kulturelle und spirituelle Erbe Litauens interessieren. Ob ihr Geschichtsinteressierte, Architekturliebhaber oder einfach auf der Suche nach einem Moment der Ruhe seid, diese Kirche bietet für jeden etwas.
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