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église protestante de Bischwiller

église protestante de Bischwiller Bischwiller

église protestante de Bischwiller

In der malerischen Stadt Bischwiller, eingebettet in die Region Elsass in Frankreich, erhebt sich die église protestante de Bischwiller. Sie ist ein Zeugnis für Jahrhunderte des Glaubens, der Widerstandskraft und der architektonischen Entwicklung. Diese beeindruckende Kirche mit ihrer reichen Geschichte und einzigartigen Mischung von Stilen gibt den Besuchern einen Einblick in das spirituelle und kulturelle Geflecht der Region.

Die frühen Anfänge

Die Geschichte der église protestante de Bischwiller beginnt im späten 12. Jahrhundert mit einer bescheidenen Kapelle in Hanhoffen, einem Stadtteil von Bischwiller. Im Jahr 1195 wurde diese Kapelle von Bischof Konrad II. von Huneburg aus Straßburg erbaut und diente ihm als Rastplatz nach Jagdausflügen. Das Dorf, ursprünglich als Bischofveswilre bekannt, wurde erstmals 1236 erwähnt und erlitt Unruhen, als es 1263 von den Bürgern Straßburgs verwüstet wurde. Der Wiederaufbau wurde von Bischof Friderich I. von Lichtenberg unterstützt, der um 1300 auf dem Kirchberg, dem Standort der heutigen Kirche, eine Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria errichtete.

Die Reformation annehmen

Im Jahr 1525 erreichten die Winde der Reformation Bischwiller. Die Stadtbewohner, inspiriert von den Lehren Martin Luthers, baten um einen protestantischen Pastor aus Straßburg. Ihrem Wunsch wurde von Klaus Kniebs, dem Bürgermeister von Straßburg, entsprochen, der Pastor Gervasius Schuller, einen Freund von Ulrich Zwingli, schickte, um am 2. April 1525 den ersten protestantischen Gottesdienst zu leiten. Dies stellte einen bedeutenden Wandel in der religiösen Landschaft der Stadt dar.

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Der Einfluss der Herzöge von Zweibrücken

Im Jahr 1542 kam Bischwiller unter die Herrschaft von Herzog Wolfgang von Zweibrücken, der Jean Hockard als neuen Pastor ernannte. Sein Sohn, Johann I., befestigte das Dorf und verwandelte den Kirchberg und seine Kirche in eine Verteidigungsanlage. Die Kirche wurde von Zinnenmauern umgeben und mit Schießscharten ausgestattet, um sowohl als Gotteshaus als auch als Zufluchtsort bei Angriffen zu dienen.

Die drei Gemeinden

Bis 1525 hatte sich in Bischwiller eine deutschsprachige reformierte Gemeinde gebildet. Die Ankunft der Hugenotten, französische Protestanten auf der Flucht vor Verfolgung, führte zur Gründung einer französisch-reformierten Gemeinde, gefolgt von einer lutherischen Gemeinde im Jahr 1684. Herzog Christian II. organisierte Sonntagsgottesdienste, um alle drei Gruppen zu berücksichtigen, mit gestaffelten Gottesdienstzeiten für jede Gemeinde.

Zerstörung und Wiederaufbau

Der Dreißigjährige Krieg brachte Verwüstung nach Bischwiller. Im Jahr 1620 griffen die Österreicher an, unterbrachen die Gottesdienste und beschädigten die Kirche. Der Glockenturm und das Dach wurden zerstört, und die Kirche wurde für militärische Zwecke umfunktioniert. Pastor Konrad Roederer begann 1623 mit Reparaturen, aber weitere österreichische Angriffe im Jahr 1631 führten zur Entfernung von Holz für Befestigungen. Im Jahr 1636 vertrieb Herzog Christian I. von Birkenfeld-Bischweiler die Österreicher und übernahm die Kontrolle über die Stadt.

Wiederaufbau

Herzogin Madelaine-Catherine, die Frau von Herzog Christian I., finanzierte den Wiederaufbau der Kirche. Ein doppeltes Gebälk wurde unter dem Dach hinzugefügt, und der Glockenturm wurde mit einer vierfachen Balkenkonstruktion verstärkt, die mit einem permanenten Wachturm gekrönt wurde. Eine neue Glocke wurde installiert, die 1295 Florin kostete.

Die Krypta

Im Jahr 1644 beauftragte Herzog Christian I. den Bau einer Krypta unter dem Chor der Kirche. Sie wurde zur letzten Ruhestätte für mehrere Mitglieder der herzoglichen Familie, bis sie während der Revolution im Jahr 1794 geschändet wurde. Die Krypta geriet in Vergessenheit, bis sie bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 1984 wiederentdeckt wurde und Epitaphe für bedeutende Persönlichkeiten wie Clara-Sybille, die Tochter von Herzog Christian I., enthüllte.

Erweiterung der Kirche

Anfang des 18. Jahrhunderts konnte die Kirche ihre wachsende Gemeinde nicht mehr fassen. Herzog Christian III. von Zweibrücken-Birkenfeld entschied sich für eine Erweiterung durch den Anbau von zwei Querschiffen, die eine Kreuzform bildeten. Der Bau begann am 7. April 1721, und die vergrößerte Kirche wurde am 4. Oktober 1722 eingeweiht. Das südliche Querschiff wurde während der Gottesdienste zu einer herrschaftlichen Loge für lokale Würdenträger.

Die Vereinigung der Gemeinden

Im Jahr 1857 vereinigten sich die deutschen und französischen reformierten Gemeinden zu einer einzigen Gemeinde. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der der Kirche erheblichen Schaden zufügte, näherten sich die lutherischen und reformierten Gemeinden einander an, was 1980 in ihrer Vereinigung gipfelte. Heute gibt es ein gemeinsames Gemeinderegister, einen gemeinsamen Newsletter und eine gemeinsame Finanzverwaltung.

Die Orgel

Nach der Erweiterung der Kirche wünschten sich Herzog Christian III. und die Gemeinde eine Orgel. Der renommierte Orgelbauer André Silbermann wurde beauftragt, und die Orgel wurde am 15. Mai 1729 eingeweiht. Im Laufe der Jahre wurde die Orgel mehrfach restauriert und modifiziert, einschließlich einer Erweiterung im Jahr 1857 und einer historischen Klassifizierung im Jahr 1972.

Die église protestante de Bischwiller steht als Symbol für Widerstandskraft und Einheit und spiegelt die reiche Geschichte und kulturelle Vielfalt der Stadt wider. Besucher sind eingeladen, dieses architektonische Juwel zu erkunden, in dem Geschichten von Glauben und Stärke durch die Wände hallen.

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