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Dom von Espoo

Dom von Espoo Espoo

Dom von Espoo

Die Espoo-Kathedrale, lokal bekannt als Espoon tuomiokirkko, ist eine beeindruckende mittelalterliche Kirche im Herzen von Espoo, Finnland. Dieses faszinierende Bauwerk, das dem Apostel Matthäus gewidmet ist, steht als Zeugnis für die reiche Geschichte und architektonische Meisterschaft der Region. Als das älteste erhaltene Gebäude im Großraum Helsinki hat es eine bedeutende Stellung in der kulturellen und historischen Landschaft von Espoo.

Die historische Entwicklung der Espoo-Kathedrale

Die Ursprünge der Espoo-Kathedrale reichen bis ins späte 15. Jahrhundert zurück, was sie zu einem der ältesten Gebäude im Großraum Helsinki macht. Der Bau der Kirche begann zwischen 1485 und 1490, zu einer Zeit, als Finnland Teil des Königreichs Schweden war. Ursprünglich als dreischiffige Hallenkirche errichtet, hatte das Gebäude damals weniger und kleinere Fenster als heute. Die Wände und Gewölbedecken waren mit Mönchsgemälden verziert, die als visuelle Hilfen für die überwiegend analphabetische Bevölkerung dienten.

Nach der Reformation im frühen 16. Jahrhundert erfuhr die Espoo-Kathedrale erhebliche Veränderungen. Eine Kanzel und Bänke wurden hinzugefügt, um den Bedürfnissen des protestantischen Gottesdienstes besser gerecht zu werden. Die heutige Kanzel stammt aus den 1690er Jahren und zeigt die sich über die Jahrhunderte entwickelnde Handwerkskunst. Im Jahr 1791 wurde das Innere der Kirche weiter verändert, größere Fenster wurden installiert, um mehr Licht hereinzulassen, und die ursprünglichen Decken- und Wandmalereien wurden überdeckt.

Verwandlung in eine Kreuzkirche

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung von Espoo auf etwa 1.900 Menschen an, was eine Erweiterung der Kirche notwendig machte. Zwischen 1821 und 1823 wurde die Kirche unter der Leitung des Architekten Pehr Granstedt zu einer kreuzförmigen Struktur erweitert. Dies erforderte erhebliche Veränderungen, einschließlich der Entfernung von Teilen der Seitenwände und der Hinzufügung neuer Tonnengewölbe in den Querschiffen, was den neoklassizistischen Empire-Stil der Zeit widerspiegelt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Interesse an mittelalterlichen Steinkirchen neu belebt, und die Espoo-Kathedrale wurde in den 1930er Jahren unter der Leitung von Professor Armas Lindgren weiter renoviert. Diese Renovierungen zielten darauf ab, ein Gleichgewicht im Inneren der Kirche wiederherzustellen, einschließlich der Installation eines Sterngewölbes im Kreuzungsbereich. Die mittelalterlichen Kalksteinmalereien, die im 18. Jahrhundert überdeckt worden waren, wurden ebenfalls freigelegt und zeigten Szenen aus der biblischen Geschichte und dem Alltagsleben.

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Moderne Renovierungen und Merkmale

Die jüngste bedeutende Renovierung der Espoo-Kathedrale wurde 1982 unter der Leitung von Professor Ola Hansson abgeschlossen. Eine der bemerkenswertesten Änderungen war die Verlegung des Altars vom östlichen Ende der Kirche zu einer Position zwischen den vorderen Säulen. Über dem Altar wurde ein hölzernes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert, das 150 Jahre lang im Nationalmuseum aufbewahrt worden war, an seinem ursprünglichen Standort wieder eingesetzt. Das Altarfenster zeigt ein beeindruckendes Buntglaswerk von Gunnar Forsström aus dem Jahr 1942, das die Bergpredigt darstellt.

Während der Renovierungen in den 1980er Jahren wurden archäologische Ausgrabungen in der Kirche durchgeführt, und die Überreste der unter dem Boden begrabenen Personen wurden respektvoll im Kirchhof wieder beigesetzt. Heute bietet die Kirche Platz für rund 550 Personen und ist damit ein bedeutender Ort für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen.

Die Orgel und Musik in der Espoo-Kathedrale

Musik spielt seit jeher eine wichtige Rolle im Leben der Espoo-Kathedrale. Die aktuelle Orgel, die 2012 installiert wurde und von der Orgelwerkstatt Veikko Virtanen gebaut wurde, verfügt über 42 Register und verkörpert die deutsch-romantische Tradition, inspiriert von Friedrich Ladegast. Die Fassade der Orgel wurde von dem schwedischen Architekten Ulf Oldæus entworfen, der für seine Expertise im Orgelgehäusedesign bekannt ist. Die Kirche veranstaltet regelmäßig Konzerte und bereichert damit das kulturelle Leben.

Die vorherige Orgel, die 1967 gebaut und 1989 erweitert wurde, wurde an das Oulu Rauhanyhdistys Gemeindezentrum verkauft, als die Entscheidung getroffen wurde, das neue Instrument zu installieren. Dies zeigt das fortwährende Engagement der Kirche, hohe Standards für ihre musikalischen Darbietungen zu halten.

Das umliegende Gelände und der Glockenturm

Die Espoo-Kathedrale ist von einem malerischen Kirchhof umgeben, der fünfmal erweitert wurde, um der wachsenden Gemeinde gerecht zu werden. Der Kirchhof umfasst eine 1976 erbaute Kapelle für Zeremonien und ein Denkmal für die im Krieg in Karelien Gefallenen. Es gibt auch einen ausgewiesenen Bereich für Kriegsveteranen und Helden, was die Rolle der Kirche als Ort des Gedenkens und der Ehre unterstreicht.

Der separate Glockenturm, der 1767 fertiggestellt wurde, ist ein markantes Merkmal des Kathedralengeländes. Der untere Teil des Turms besteht aus Stein, während der obere Teil aus Holz gefertigt ist. Der Turm beherbergt drei Glocken, von denen die größte 1765 in Stockholm gegossen wurde, während die beiden kleineren Glocken aus dem Jahr 1736 stammen.

Schlussfolgerung

Die Espoo-Kathedrale ist nicht nur ein Gebäude; sie ist ein lebendiges Denkmal für die Geschichte, Kultur und Gemeinschaft von Espoo. Von ihren mittelalterlichen Ursprüngen bis zu ihrer modernen Rolle als lebendiges Zentrum für Gottesdienste und Musik inspiriert und fasziniert die Kathedrale weiterhin alle, die sie besuchen. Ob ihr Geschichtsinteressierte, Architekturbegeisterte oder einfach nur auf der Suche nach einem Ort der Ruhe und Besinnung seid, die Espoo-Kathedrale bietet ein einzigartiges und bereicherndes Erlebnis.

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