Mitten in der Pegnitz liegt eine Insel, und auf dieser Insel beginnt euer Spiel: der Trödelmarkt, erreichbar über den überdachten Henkersteg, dessen Holzbohlen unter euren Schritten leise knarren. Jahrhundertelang wohnte nebenan im Turm der Scharfrichter der Stadt — heute stehst du hier mit dem Smartphone in der Hand, während deine Leute schon über die erste Frage diskutieren. So beginnt eine Schnitzeljagd in Nürnberg: nicht am vollen Hauptmarkt, sondern an einer Stelle, die viele Besucher glatt übersehen. Das passt zu dieser Stadt. Ihre Fachwerkkulisse zeigt sie jedem, ihre Geschichten aber vergräbt sie — wortwörtlich in den Felsenkellern unter der Altstadt und im übertragenen Sinn hinter Fassaden, an denen man zweimal hinsehen muss. Auf 4,2 Kilometern mit 14 Stationen lernt ihr, dieses Versteckspiel zu gewinnen: Ihr lest Wappen, zählt Türme, streitet über Jahreszahlen und biegt in Gassen ab, die auf keiner Postkarte stehen. Nürnberg hat gut versteckt. Ihr werdet besser suchen.
Einer aus der Gruppe lädt die myCityHunt-App, löst das Ticket ein und öffnet die Lobby. Alle anderen scannen den QR-Code auf seinem Bildschirm — schon seid ihr verbunden, jeder auf dem eigenen Handy. Dann wählt jeder eine von 54 Rollen, und diese Wahl hat Folgen: Der Detektiv bekommt zusätzliche Knobeleien, der Fotograf sammelt Bonuspunkte mit dem besten Motiv, der Athlet muss zwischendurch ran. Das GPS verrät nur die Richtung zur nächsten Station; welche Gasse ihr nehmt, entscheidet ihr. Vor Ort wartet eine Frage mit vier Antwortmöglichkeiten — wer festhängt, kauft sich einen der zwei gestaffelten Hinweise und opfert dafür Punkte. Dazwischen liegen Fotoaufgaben und Aktivaufgaben, deren Ergebnisse nach dem Spiel in der privaten Galerie eurer Gruppe landen. Ihr startet, wann ihr wollt, und pausiert, wo es euch gefällt. Am Ende entscheidet der Highscore — und wer statt Punkten einfach einen guten Nachmittag gesammelt hat, liegt sowieso vorn.
Das Spielfeld: eine Altstadt, über deren Dächern fast immer die Burg auftaucht und unter deren Pflaster ein zweites Nürnberg liegt. Seit dem 14. Jahrhundert schlugen die Brauereien ihre Lagerkeller in den weichen Sandstein; so wuchsen die Felsengänge zu einem kilometerlangen Labyrinth auf bis zu vier Ebenen. Oben Handwerkerstadt, unten Bierstadt — dazwischen bewegt ihr euch, vorbei an der Frauenkirche, an St. Sebald und am Germanischen Nationalmuseum. Die Wege zwischen diesen Ankern gestaltet ihr selbst. Zwei Adressen bleiben besonders hängen.
Der Anstieg zieht in den Waden, dann öffnet sich der Blick über ein Meer aus roten Dächern. Ihr steht auf einem Sandsteinfelsen, in dessen Innerem der Tiefe Brunnen rund 50 Meter senkrecht hinabreicht, bis auf das Niveau der Pegnitz — gehauen für Belagerungen, denen die Burg standhalten sollte. Daneben ragt der Sinwellturm 41 Meter auf; sein Name bedeutet im Mittelhochdeutschen schlicht „rund".
Unterhalb der Burg, am Tiergärtnertorplatz, kaufte Albrecht Dürer 1509 für 275 Gulden ein stattliches Fachwerkhaus und arbeitete darin bis zu seinem Tod 1528. Euch überrascht, wie greifbar das ist: kein Denkmal, sondern ein Wohnhaus, das als einziges erhaltenes Künstlerhaus des 16. Jahrhunderts in Nordeuropa gilt. Hier lebte der Mann, dessen Feldhase heute um die Welt geht — mit Ehefrau, Mutter und Gesellen unter einem Dach.
Täglich um 12 Uhr öffnen sich am Giebel der Frauenkirche die Türchen der Kunstuhr von 1509: Sieben Kurfürsten ziehen an Kaiser Karl IV. vorbei. Das „Männleinlaufen" erinnert an die Goldene Bulle von 1356, deren erste Kapitel in Nürnberg verkündet wurden. Wer vormittags startet, legt die Pause einfach passend.
Wer Nürnberg nur für Lebkuchen, Bratwürste und Christkindlesmarkt hält, verpasst das Beste. Zum Beispiel Meister Franz: Von 1578 bis 1617 richtete Franz Schmidt als Scharfrichter der Stadt — und führte nebenbei Tagebuch über jede Hinrichtung, eine der ungewöhnlichsten Quellen der frühen Neuzeit. 1593 verlieh ihm der Rat das Nürnberger Bürgerrecht, beeindruckt davon, dass Schmidt es vor allem für seine Kinder erkämpfte, die nicht als Henkerskinder leben sollten. Sein Arbeitsweg führte über genau den Steg, auf dem eure Tour beginnt.
Und wusstest du, dass auf dem ältesten erhaltenen Globus der Welt Amerika fehlt? Martin Behaims „Erdapfel" entstand 1492/93 im Auftrag des Nürnberger Rats — von Kolumbus' Landung wusste hier noch niemand. Seit 2023 zählt das Stück, heute im Germanischen Nationalmuseum, zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. In St. Sebald wiederum arbeitete die Gießerwerkstatt Peter Vischers gut ein Jahrzehnt am Sebaldusgrab, dem Gehäuse für die Gebeine des Stadtpatrons; das tonnenschwere Kunstwerk ruht auf großen Schnecken — ein Detail, das ihr ohne den richtigen Blickwinkel übersehen würdet. Auch das dunkelste Kapitel versteckt die Stadt nicht: Im Saal 600 des Justizpalasts verhandelten die Alliierten ab 1945 die Nürnberger Prozesse; das Memorium erklärt dort heute, warum dieser Ort Rechtsgeschichte schrieb. Stadtführungen in Nürnberg erzählen euch vieles davon im Vorbeigehen — bei der Stadtrallye durch Nürnberg holt euch jede Geschichte an ihrem Schauplatz ein, und ihr müsst sie euch erst verdienen. Genau deshalb bleibt sie hängen.
Für einen Junggesellenabschied löst das Stadtspiel in Nürnberg die ewige Programmfrage: Die Teams treten gegeneinander an, die Fotoaufgaben liefern das Material für den Abend, und vom Ziel bis zum nächsten Biergarten sind es in dieser Altstadt selten mehr als fünf Minuten. Beim Geburtstag unter Erwachsenen ersetzt die Tour das übliche Kaffeetrinken durch zwei Stunden gemeinsames Rätseln über eine Stadt, die viele nur im Advent besuchen. Firmen nutzen die Schnitzeljagd in Nürnberg als Teambuilding: Der Hauptbahnhof liegt direkt am Altstadtring, Anreise und Start lassen sich ohne Bustransfer takten, und die Rollen verteilen die Verantwortung, statt sie bei den Lautesten zu stapeln. Familien merken schnell, dass Kinder hier ernsthaft gebraucht werden — beim Zählen, Suchen und Vergleichen sind sie oft flinker als die Großen, und der Burgberg lässt sich mit Pausen gut nehmen. Und wer nur ein Wochenende Städtereise hat, bekommt mit der digitalen Schnitzeljagd durch Nürnberg eine Route, die Pflichtprogramm und versteckte Winkel in einem Rutsch verbindet.
In der Zirkelschmiedsgasse brät die Historische Bratwurstküche „Zum Gulden Stern" über Buchenholzfeuer: 1419 erstmals urkundlich erwähnt, gilt sie als älteste Bratwurstküche der Welt. Die fingerkleinen Nürnberger Rostbratwürste bestellt man dort gleich im halben Dutzend. Für unterwegs reicht die Straßenvariante — drei im Weggla, Senf nicht vergessen.
Am Ende steht ihr vielleicht wieder an der Pegnitz und seht den Henkersteg mit anderen Augen: keine hübsche Holzbrücke mehr, sondern der Arbeitsweg eines Mannes, der Tagebuch führte. Genau das leistet diese Tour — sie nimmt einer Stadt, die gut versteckt, ein Geheimnis nach dem anderen ab, vom Brunnenschacht unter der Nürnberger Burg bis zu den Schnecken unter dem Sebaldusgrab. Also: Leute zusammentrommeln, Rollen verteilen und die Schnitzeljagd durch Nürnberg starten. 4,2 Kilometer Altstadt, 14 Stationen — und danach kennt ihr Geschichten, mit denen ihr selbst manchen Einheimischen überrascht. Gesucht wird ab dem Trödelmarkt.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Nürnberg ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Nürnberg haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Nürnberg machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet am Trödelmarkt und führt als Rundweg über rund 4,2 Kilometer quer durch die Altstadt, vorbei an der Nürnberger Burg, St. Sebald und dem Albrecht-Dürer-Haus. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Die Altstadt ist kompakt und die Wege zwischen den Stationen sind kurz, Tempo und Pausen bestimmt die Gruppe selbst.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa drei Stunden, die Strecke misst rund 4,2 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab € 12,99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.