Smartphone in der Hand, deine Leute um dich herum, über euch ein weißer Turm aus glasierten Ziegeln – und ein paar Schritte weiter das Wasser des Alten Stroms, das seit 1903 keine Frachter mehr nach Rostock trägt. So beginnt eine Schnitzeljagd Warnemünde: nicht hinter einem hochgehaltenen Schirmchen, sondern mit dir als Spürnase. Das Ostseebad ist klein genug, um es an einem Nachmittag zu Fuß abzulaufen, und alt genug, um seine besten Geschichten nirgends auszuschildern. Sie stecken in den handbreiten Lücken zwischen den Giebelhäusern, in einem Betondach, das aussieht wie eine erstarrte Welle, und in einem Altarschrein, der rund vierhundert Jahre älter ist als die Kirche, in der er heute steht. Wer hier nur zum Strand durchmarschiert, bringt Sand in den Schuhen mit und sonst nichts. Wer den Blick hebt, liest den Ort wie eine Seekarte: jede Fassade eine Zeile, jeder Gang zwischen zwei Häusern eine Fußnote am Rand. Genau das tut ihr in den kommenden Stunden – gemeinsam, im eigenen Tempo, entlang von elf Stationen quer durch das alte Fischerdorf.
Ihr ladet die App myCityHunt auf euer eigenes Smartphone, löst das Ticket ein und öffnet die Lobby. Wer mitspielt, scannt den QR-Code und ist im Team. Dann sucht sich jeder eine Rolle aus, 54 stehen zur Wahl: Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv, das Trivia-Ass kassiert die Wissensfragen, der Athlet stürzt sich auf die Aktivaufgaben. Jede Rolle bringt eigene Bonus-Aufgaben mit, es lohnt sich also, vorher kurz zu verhandeln. Das GPS zeigt euch die Richtung zur nächsten Station – ob ihr am Kai entlanggeht oder durch die Gassen dahinter, entscheidet ihr selbst. Gefragt wird per Multiple Choice mit vier Antwortoptionen, und zu jeder Aufgabe liegen zwei gestaffelte Hinweise bereit: freiwillig, aber sie kosten Punkte. Losgelegt wird, wann es euch passt, pausiert ebenso; der Kutter am Alten Strom läuft euch nicht davon. Alle Fotos sammeln sich hinterher in einer privaten Galerie eurer Gruppe. Die beste Punktzahl führt die Wertung an. Und wer nur Seeluft und Fischbrötchen wollte, hat trotzdem alles richtig gemacht.
Kaum ein Ort an der deutschen Ostseeküste drängt so viele Gegensätze auf so wenig Raum: Fischerkaten von 1767 neben Betonschalen der Ostmoderne, ein Hochhaus aus DDR-Zeiten neben einem Strand, der an manchen Stellen 150 Meter breit ist – der breiteste der deutschen Ostseeküste. Eure Schnitzeljagd Warnemünde reiht auf gut zwei Kilometern mehr Baukunst und Seemannsgeschichte aneinander als andere Orte auf zehn.
Ihr steht vor knapp 37 Metern weiß glasierter Ziegel und ahnt nicht, wie lange darum gestritten wurde: Schon 1862 lag der Rostocker Ratsversammlung ein Entwurf für einen richtigen Leuchtturm vor, gebaut wurde er erst ab 1896. Rostocks Hafenbaudirektor Karl Friedrich Kerner leitete das Werk, am 19. Oktober 1898 ging es in Betrieb. Sein Licht reichte von da an 16 Seemeilen weit hinaus.
Gleich daneben schwingt sich ein Dach, bei dem ihr unwillkürlich den Kopf in den Nacken legt: drei ineinandergreifende Betonschalen, 30 Meter Durchmesser, an der dünnsten Stelle nur sieben Zentimeter stark. Entworfen hat sie der Rügener Bauingenieur Ulrich Müther, Anfang 1968 wurde der Grundstein gelegt, am 6. Juni desselben Jahres war das Haus fertig. Seit 1984 steht es unter Denkmalschutz. Den Namen erbte es vom Teepavillon, der hier ab 1925 stand und am 2. Mai 1945 abbrannte.
Dazu kommen die neugotische Kirche Warnemünde mitten im Ort, das Heimatmuseum Warnemünde in einem Fischerhaus von 1767 und weiter westlich das Hotel Neptun, dessen neunzehn Etagen man vom halben Strand aus sieht. Das Dazwischen gehört euch: die Bootsstege, die Fischbuden, die Fußgängerbrücke über den Alten Strom.
Bis ins frühe 19. Jahrhundert hatte der Ort nur zwei Häuserreihen: die Vöörreeg am Wasser, heute Am Strom, und die Achterreeg dahinter, heute Alexandrinenstraße. Dazwischen blieben nur schmale Durchgänge. Der Überlieferung nach wurden sie genau so breit angelegt, dass eine trächtige Kuh gerade noch hindurchpasste. Achtet beim Vorbeigehen darauf – manche sind heute noch keine Armlänge breit.
Am 11. März 1323 kaufte Rostock das Dorf an der Warnowmündung, weil die Hansestadt ihren Zugang zum Meer sichern wollte. Vom Reichtum der Kaufleute kam vor Ort jahrhundertelang wenig an: Warnemünde blieb bis ins 18. und 19. Jahrhundert ein armes Fischerdorf, eine Exklave am Rand einer wohlhabenden Stadt. Wer das weiß, sieht die kleinen Giebelhäuser anders.
Am längsten hält sich hier die Erinnerung an Stephan Jantzen. Ab 1866 war er Lotsenkommandeur und baute die Rettungsstation mit auf; von 1867 bis 1903 holte er als deren Vormann mit seinen Mannschaften rund achtzig Menschen aus Seenot. Wusstest du zum Beispiel, dass er von 1889 bis 1909 eine Stiftung für die Witwen und Waisen verunglückter Warnemünder verwaltete? Nicht die Rettung allein machte ihn zur Legende, sondern das, was daneben lief.
Die Kirche wiederum wurde 1871 geweiht, ist also jünger als das Hotel-Zeitalter des Bades – doch ihr Schnitzaltar entstand vor 1475 in der Werkstatt eines unbekannten Danziger Meisters und stand vorher in der mittelalterlichen Vorgängerkirche im alten Ortskern, die im Sommer 1872 abgerissen wurde. Und das Hotel Neptun, 1971 eröffnet und von schwedischen Planern entworfen, war der Ort, an dem die DDR ihren Gästen zeigen wollte, was sie kann: Meerwasser-Schwimmhalle, Panoramarestaurant, im Keller die erste Diskothek der DDR. Klassische Stadtführungen Warnemünde erzählen solche Geschichten am Stück; auf eurer Schnitzeljagd Warnemünde stolpert ihr selbst darüber, in der Reihenfolge, die euer Weg vorgibt.
Für einen Junggesellenabschied ist das Ostseebad fast zu praktisch gebaut: kurze Wege, ein Kai voller Lokale, und niemand muss nüchtern eine Karte lesen, weil die App die Richtung übernimmt. Bei einem Geburtstag unter Erwachsenen sorgt die Rollenwahl dafür, dass auch die stillen Gäste ihren Auftritt bekommen – der Fotograf braucht keinen Small Talk, um zu punkten. Fürs Teambuilding funktioniert die Gruppe in Warnemünde besonders gut, weil sich der Ort in Schleifen laufen lässt und man nach jeder Station zusammensteht statt hintereinander herzulaufen.
Familien profitieren bei einer Schnitzeljagd Warnemünde vom kürzesten Notausgang überhaupt: Wenn die Kinder genug haben, sind es vom Alten Strom nur wenige Minuten bis zum Sand. Und wer als Städtereise einen Tag in Rostock einplant, kommt mit der S-Bahn in rund zwanzig Minuten her und hat mit diesem Stadtspiel Warnemünde ein Programm, das ohne Buchungszeit auskommt. Auch als Stadtrallye Warnemünde wird so eine Tour gern gesucht – wichtiger als der Name ist, dass ihr am Ende mehr vom Ort wisst als die Leute, die nur am Strand lagen.
Am Alten Strom verkaufen mehrere Kutter direkt von Bord, einige haben den Räucherofen an Bord dabei. Fragt nach Bückling – geräuchertem Hering, dem Klassiker der Küste, den es hier saisonal frisch gibt, während Rollmops und Bismarckbrötchen das ganze Jahr über zu haben sind. An den Wochenenden kommt auf der Mittelmole hinter der Fußgängerbrücke der Fischmarkt dazu.
Am Ende steht ihr wieder dort, wo alles anfing: unter dem weißen Turm, mit vollen Punktekonten und einer Galerie voller Fotos, die vorher niemand geplant hat. Der Startpunkt heißt schlicht Am Leuchtturm, und weil die Runde dorthin zurückführt, schließt sich der Kreis von selbst. Der Ort, der seine Geschichten nirgends ausschildert, hat sie euch unterwegs trotzdem erzählt – die vom Streit um den Turm, die vom Dach des Teepott, die von den Gängen, durch die gerade eine Kuh passte. Schnappt euch eure Leute, ladet die App, lauft los und lest Warnemünde selbst. Die digitale Schnitzeljagd Warnemünde beginnt genau da, wo die meisten nur ein Foto machen und weitergehen.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Warnemünde ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Warnemünde haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Warnemünde machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet am Leuchtturm und führt als Rundweg über rund 2,4 Kilometer durch den Ort, vorbei am Teepott, an der Kirche Warnemünde, am Heimatmuseum und entlang des Alten Stroms. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Strand, Kutter am Kai und ein begehbarer Leuchtturm liegen alle an der kurzen Route.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa zweieinhalb Stunden, die Strecke misst rund 2,4 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab € 12,99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.